Der Kettlebell Push Jerk

Der Kettlebell Push Jerk ist die Steigerung des Push Press und zählt zu den technisch anspruchsvollsten Kettlebell-Übungen überhaupt. Er ermöglicht es Dir, maximale Gewichte mit minimalem Arm-Krafteinsatz zu bewegen – denn beim Push Jerk bringst Du Dich selbst unter die Kettlebell, anstatt sie rein mit Muskelkraft nach oben zu drücken. Diese Technik wird auch im Gewichtheben eingesetzt und ist eine brillante Übung für Athleten, die explosive Kraft und Koordination verbessern wollen.

Kettlebell Push Jerk – Sich unter die Kettlebell bringen

Der entscheidende Unterschied zum Push Press liegt im zweiten Dip: Beim Push Jerk nutzt Du den Impuls des ersten Kniebeugers, um die Kettlebell in die Luft zu schicken – und gehst dann blitzschnell in einen zweiten Knieknick, um Dich unter die Kettlebell zu begeben und sie abzufangen. Dieser „Dip – Drive – Dip unter die Kugel“ ist das Herzstück des Push Jerks. Die Arme übernehmen dabei kaum Arbeit; sie sorgen lediglich für Führung und den finalen Lockout. Das erfordert Timing, Koordination und vor allem saubere Technik.

Welche Muskeln werden beim Kettlebell Push Jerk beansprucht:

Der Push Jerk ist eine der vollständigsten Ganzkörperübungen im Kettlebell-Training:

  • Beine und Gesäß: leisten die Hauptarbeit durch den Dip-Drive-Mechanismus
  • Schulter und Trizeps: für Führung und finalen Lockout
  • Rumpf: für Stabilität bei beiden Dip-Phasen und im Lockout
  • Koordinationsmuskulatur: für das präzise Timing von Drive und zweitem Dip
  • Latissimus und oberer Rücken: Stabilisierung des Schultergelenks in der Endposition

 

Die Startposition des Kettlebell Push Jerk

Die Startposition ist identisch mit dem Push Press – eine saubere Rack-Position ist Pflicht:

  1. Die Kettlebell liegt in der Rack-Position auf dem Unterarm, der Ellenbogen zeigt nach vorne-unten, die Faust auf Schulterhöhe.
  2. Füße stehen schulterbreit, Zehen leicht nach außen gedreht.
  3. Rumpf ist maximal angespannt, Rücken gerade, Blick nach vorne.
  4. Atme tief durch und halte Deinen Atem im ersten Dip – das stabilisiert Deinen Rumpf.
  5. Achte auf einen festen, sicheren Griff: Die Kettlebell soll in der Hand liegen, nicht nur von den Fingern gehalten werden.

 

Die Ausführung und der Bewegungsablauf im Detail

  1. Erster Dip: Kurzer, explosiver Knieknick von ca. 10–15 cm. Der Oberkörper bleibt aufrecht, der Rumpf fest angespannt.
  2. Der Drive: Explosive Beinstreckung – dieser Impuls schickt die Kettlebell nach oben. Der Arm hebt die Kettlebell hier kaum aktiv an.
  3. Zweiter Dip unter die Kettlebell: Das ist der entscheidende Moment: Noch während die Kettlebell nach oben fliegt, gehst Du in einen zweiten, schnellen Knieknick und streckst den Arm aus. Du „fängst“ die Kettlebell im Lockout ab.
  4. Der Lockout: Der Arm ist vollständig gestreckt, die Beine leicht gebeugt. Strecke jetzt die Beine vollständig durch, um die stabile Endposition zu erreichen.
  5. Die Rückbewegung: Senke die Kettlebell kontrolliert mit einem Knieknick zurück in die Rack-Position. Nicht „fallen lassen“ – das schont Schulter und Handgelenk.

 

Die Endposition des Kettlebell Push Jerk

Die Endposition beim Push Jerk ist wie beim Push Press: Arm vollständig gestreckt, Kettlebell senkrecht über der Schulter, Körper aufrecht, Beine durchgestreckt. Der Unterschied liegt im Weg dorthin – beim Push Jerk hast Du Dich unter die Kettlebell bewegt, nicht sie über Dich gedrückt. Das macht die Endposition technisch sauberer und für höhere Gewichte geeignet.

Vermeidbare Fehler

Der Push Jerk ist technisch komplex – diese Fehler passieren am häufigsten:

– Der zweite Dip kommt zu spät – Du versuchst die Kettlebell nach oben zu drücken statt Dich darunter zu begeben

– Der Oberkörper neigt sich beim ersten Dip nach vorne – das leitet die Kraft falsch

– Der Arm ist in der Lockout-Position noch gebeugt – die Kettlebell wird nicht sicher abgefangen

– Der erste Dip ist zu tief oder zu langsam – damit geht die Explosivität verloren

– Die Beine werden nach dem zweiten Dip nicht vollständig gestreckt – das macht die Endposition instabil

– Falsches Timing: Drive und zweiter Dip verschmelzen zu einer Bewegung statt nacheinander zu passieren

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